18 Oktober, 2010

Wege 1










Liebe Leser,
Als Pilger wird man nicht geboren. Die Sehnsucht, der Traum nach der Ferne und der Entschluss aufzubrechen entwickeln sich im Laufe des Lebens, oft in Übergangsphasen, wenn das Alte nicht mehr gilt und das Neue noch unklar ist. Dann eröffnet die Fußreise auf dem Pilgerweg neue Perspektiven.
Der Göppinger Jakobsweg lädt Sie ein, eine kleine Etappe des Wegs zu erproben. Da unser lokaler „Gesundheitstag am Feldweg“ den Anstoß zur Wiederbelebung des Jakobswegs gegeben hatte, ist dieser in Göppingen eine Kombination von Pilgerweg und GesundheitsPfad geworden. Eine Initiativgruppe, deren Mitglieder aus fünf Gesellschafts- und Arbeitsbereichen kommen, gestaltet und entwickelt ihn.
Manche bereits vorhandenen Themenstationen konnten in das Wegkonzept aufgenommen werden. Andere Stationen haben die Akteure neu angelegt. Es gibt Wandervorschläge, Führungen, Treffen, Feste und andere Aktivitäten am Weg. Viele neue Ideen werden diskutiert und warten auf ihre Verwirklichung. Der Weg ist dabei nicht eine neue statische Struktur, sondern ein Prozess an dem wir alle teilnehmen und in dem wir gemeinsam voranschreiten. Er ist noch nicht fertig und wird das hoffentlich nie werden.…
Das Symbol des Jakobswegs ist die Muschel. Weil die Rippen der Muschelschale an Finger erinnern, haben wir die Hand als Symbol, als Hand-Zeichen gewählt: Mit ihr können wir uns die fünf großen Gesundheitsthemen leicht einprägen oder, um im Bild zu bleiben, sie anschaulich be-greifen, er-fassen oder hand-haben.
„Gez.Pilgermuschel.PDF“
Der Daumen steht als erster Finger für das Thema Sport: Das Los-Gehen und Sich-Auf-Den-Weg-Machen kostet Überwindung, aber es ist der erste Schritt zu neuer Beweglichkeit, Ausdauer und Gesundheit. – Entlang dem Göppinger Jakobsweg werden den Wanderern aller Altersgruppen zusätzliche Bewegungsanreize geboten in Gestalt von Trimm-Dich-Pfaden, Balance-Stationen, Bewegungs-Parcours und Kletter-Hindernissen.
Der Zeigefinger weist auf den Glauben: In der Frühzeit ihrer Entwicklung überlebten die Menschen, zum Beispiel auf der Suche nach der nächsten Wasserstelle, nur dann, wenn sie an ihr Ziel glaubten und ihre Vorräte teilten. Auf dem Jakobsweg führen uns gestern wie heute Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe auf den „inneren Weg“. Zahlreiche Kirchen und sakrale Stätten legen hiervon seit zahllosen Generationen lebendiges Zeugnis ab.
Der Mittelfinger ist der größte Finger: Er lenkt unseren Blick auf die Natur. In der Bibel heißt es: „Ihr seid Gäste auf Erden“, Und als sterbliche, „vorübergehende“ Bewohner sollen wir die gastliche Erde für unsere Kinder so bewahren und sie so verlassen, wie wir sie angetroffen haben. - „Je reicher die Artenvielfalt, desto stabiler ist das Ökosystem“, so die Über¬schrift des Waldlehrpfads am Jakobsweg. Die Stabilität des Ökosystems Erde sichert nicht nur die Vielfalt z. B. ferner tropischer Regenwälder, sondern ebenso der Artenreichtum unserer Bannwälder, Wiederaufforstungs-Flächen, Alleen, Streuobst- und Blumenwiesen.
Der Ringfinger zeigt an, wie wichtig gesunde Ernährung und Arbeit sind, zusammengefasst un¬ter dem Begriff „Tägliches Brot“. Der Göppinger Jakobsweg führt uns an abgelegenen Dörfern und Weilern vorbei, die sich bis vor kurzem noch fast autark von ihren Feldern und Gärten ernähren konnten und genug Arbeit für alle boten. - Zum Thema „Tägliches Brot“ wünschen wir uns noch mehr Weg-Stationen: Vielleicht fällt Ihnen dazu etwas ein?

Der fünfte Finger führt uns zur Medizin: Wer seinen Körper kennt und weiß, wie man Krankheiten vorbeugen und sie behandeln kann, ist besser gewappnet. Darüber informieren uns auf dem Weg unter anderem Kneipp-Stationen, ein Naturheilkunde-Pfad, Gedächtnis-Parcours, ein Psychiatrie Museum und ein Kräutergarten. Unser Traum: Menschen aus den unterschiedlichen Lebensbereichen gestalten und erwandern diesen Weg gemeinsam, kommen ins Gespräch, wandeln Gegensätze in Toleranz und Kompromisse. „Unterwegs“ lernen sie, alte körperliche Beschwerden zu überwinden und neue Gelassenheit, Kraft und Lebenslust zu gewinnen. Unser Pilgerpfad führt letztlich auch als fruchtbarer Weg nach innen zu persönlicher Entwicklung und seelischer Gesundheit.
Für die Initiative „JakobswegGP / GesundheitsPfad“ Dr. med. Ernst Schumacher



Lange Vorrede,wir machten uns auf den Weg....
anbei die Bilder der 1.Etappe...
vom letzten Wochenende.
Wir werden versuchen ,am Wochenende immer 1 Etappe zu gehen...
und werden Euch gerne mitnehmen.

Herzliche Grüsse
Sabine

Kommentare:

  1. Oh toll! Das erinnert mich ja -im groben- ein bisschen an "ich bin dann mal weg" von Hape.., aber ehrlich gesagt, ich könnte mir das auch gut vorstellen.., kommt noch!

    Schön ausserdem, dass du auch gleich bei Adam mitreinschaut hast, das freut mich sehr!

    Schönen Abend noch!

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  2. Liebe Sabine,
    was für ein wunderbare Idee und eine ganz großartige Initiative....der Gedanke mit den fünf Fingern ist wirklich klasse!!!!! Wir haben ja hier auch den Jakobsweg gleich vor der Tür und ich bin jeden Tag mit Sheila dort unterwegs.....eine wundervolle Strecke, die von hier bis zum Bodensee führt (wir kennen bislang nur ein vergleichsweise kleines Stück davon)!!!! Eine traumhafte Herbstwoche und noch viele herrliche Wanderungen,

    allerliebste Grüße, herzlichst Jade

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